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Pflege im Heim bedeutet mehr, als nach medizinischen Normen sachgerecht zu handeln. Das Wort „Heim“ beinhaltet nicht nur die Unterbringung eines Menschen, vielmehr sollte das Heim tatsächlich für jeden Bewohner zur Heimat werden.

Darum dürfen wir uns nicht nur auf die Gebrechen und Krankheiten konzentrieren, die möglicherweise Ursache für die Aufnahme in unser Haus gewesen sind. Der Mensch muß in seiner Ganzheitlichkeit betreut werden. Seine Fähigkeiten sollen gefördert oder so lange wie möglich erhalten werden, seine Gewohnheiten müssen akzeptiert werden.

Menschliche Grundbedürfnisse bestimmen die Pflege. Wir legen unserer Arbeit das Modell der “Aktivitäten des täglichen Lebens” (ATL) nach Liliane Juchli zugrunde, sie bilden ein altbekanntes Pflegemodell. Dieses Pflegemodell gilt aufgrund seiner 12 Aspekte als umfassendes Modell des Lebens.

Die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL)
12 Punkte Stichworthaltig

1. Wach sein und schlafen
Es ist Aufgabe der Mitarbeiter, für eine gute Ruhephase der Heimbewohner zu sorgen, damit die nach obenWachphase mit neuen Erlebnissen angefüllt werden kann.

2. Sich bewegen
Die Fähigkeit, sich bewegen zu können, hat maßgeblichen Einfluss auf weitere Aktivitäten. Vielen unserer Heimbewohner/innen ist durch schwere Krankheit ein großer Teil ihrer selbstständigen Bewegung genommen.Im Rahmen der Aktivierenden Pflege bemüht sich das Team, die Bewegungsmöglichkeiten der Patienten zu erhalten.

3. Sich waschen und kleiden
Die Grundpflege unter Wahrung der Intimsphäre nimmt in der Tagesstruktur einen besonderen Platz ein. Sie gibt dem Pflegenden die Möglichkeit, schon zu Beginn des Tages mit dem Heimbewohner zu kommunizieren. nach obenAllgemeines Wohlbefinden sollte immer das Ziel sein.

4. Essen und trinken
Der Birgittenhof passt die Anzahl der Mahlzeiten den individuellen Wünschen und Erfordernissen der Heimbewohner an. Eine augewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist gewährleistet. Alle Diäten sind möglich.

5. Stoffwechsel
Für viele Heimbewohner ist es schwer, Hilfe bei Stoffwechselvorgängen in Anspruch zu nehmen. Das Team des Birgittenhofs ist sich dessen bewusst und weißnach oben um die Verpflichtung zur Wahrung der Intimsphäre.

6. Körpertemperatur regulieren
Die Körpertemperatur beeinflusst das menschliche Wohlbefinden. Das Team ist geschult, Fehlempfindungen bei den Heimbewohnern schnell zu erkennen und zu reagieren.

7. Atmen
Atmen ist Ausdruck des Lebens. Es ist Lebenselixier und das umgebende Park und Waldgrundstück bietet nach obenreichhaltig Erholung an frischer Luft.

8. Sich sicher fühlen und verhalten
Der Birgittenhof ist ein behindertengerechtes Haus, die Mitarbeiter sind geschult, Risiken, sowie eine Unter- oder Überschätzung der Heimbewohner zu erkennen. Gefahren aus der Umgebung sollen erkannt werden, ebenso das Bedürfnis nach innerer Sicherheit, wie Vertrauen und Geborgenheit.

9. Raum und Zeit gestalten
Die Physiotherapeuten sowie alle an der Pflege beteiligten Personen unterstützen die Heimbewohner bei aktiven und passiven Bewegungen, machen mit ihnen Spaziergänge, Atemübungen und begleiten sie auch zurnach oben Wahrnehmung auswärtiger Termine.

Ausfahrten und Ausflüge
Ausflüge richten sich immer nach nach den Wünschen der Heimbewohner und werden individuell gestaltet. Schwerst mehrfach Behinderte sind von dieser Regelung nicht ausgeschlossen.

10.Kommunizieren
Kommunizieren bedeutet „in Verbindung stehen“. Kommunikation kann direkt oder indirekt erfolgen. Die Sprache ist ein wesentliches Mittel. „Ich habe für Sie jetzt keine Zeit“: Dieser Satz darf in diesem Hause nicht gebraucht werden. Das Team ist verpflichtet, die Zeit, die zur Verfügung steht, für Gespräche und Unterhaltung nach obenmit dem Kranken zu nutzen.

11. Frau, Mann sein
Menschliche Existenz ist immer auch geschlechtliche Existenz. Wir akzeptieren auch hilfsbedürftige Menschen als Mann und Frau und gehen während notwendiger Pflegemaßnahmen behutsam mit den Tabuthemen um. Schamgefühl, Intimsphäre, Selbstwert- und Körpergefühl, diese Worte sollten bei allen Tätigkeiten der Mitarbeiter einen hohen Stellenwert haben, um den zu Betreuenden den Alltag so angenehm wie möglich zu nach obenmachen.

12. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen
Derjenige, der einen Sinn in seinem Leben sieht, kann Lebensfreude und Kraft entwickeln, kann das Leben in seinem Sein und Vergehen annehmen. Oft stellt sich diese Frage erst in Krankheit und Leid. Der Glaube an Gott, erfahrene Liebe oder andere ideelle Werte ermöglichen, Schicksalsschlägen, Krankheiten, Behinderungen mit Kraft und Hoffnung zu begegnen. Hier finden sich die Gedanken aus unserem Pflegeleitbild wieder, Partner und Begleiter in Lebens- und Krisensituationen zu sein.
Das Team sieht es als seine größte und schönste Aufgabe an, den Heimbewohnern und ihren Angehörigen, auch unter Mithilfe der Kirchen, hilfreich zur Seite zu stehen.

Der Birgittenhof ist eine vollstationäre Pflegeeinrichtung, in der zur Zeit überwiegend schwerst mehrfach Behinderte Menschen der Pflegestufe III leben.

Hier werden 48 Heimbewohner/ innen betreut. 75 % sind schwerst mehrfach behindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie benötigen Hilfe bei allen Aktivitäten desnach oben täglichen Lebens.



Kurzüberblick
· wach sein & schlafen
· sich bewegen
· waschen & kleiden
· Essen & Trinken
· Stoffwechsel
· Körpertemperatur
· Atmen
· sich sicher fühlen
· Zeit gestalten
· Kommunizieren
· Frau, Mann sein
· Sinn finden





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